Rainer Droste (2004)
Über bestimmte Einflüsse von Quercus rubra als neophyte Baumart und Quercus robur als einheimische Baumart auf an Lymantria dispar (Lymantriidae) parasitierende Raupenfliegen (Tachnidae).Hinter diesem komplizierten Titel für eine Hausarbeit verbergen sich spannende ökologische Fragen: Die Wirtsfindung von Parasitoiden ist sehr vielschichtig, eine Strategie der dritten trophischen Ebene beispielsweise benutzt Merkmale der Wirtspflanze (1. Ebene) der Raupen (2. Ebene). Ein solcher Fall findet sich in Lebensgemeinschaften um den Schwammspinner. Mit vielen aufgesammelten älteren Raupen aus dem Freiland wurde untersucht, inwieweit sich Rot- und Stieleichenbestände hinsichtlich des Parasitierungsgrades von Schwammspinner-Raupen unterscheiden. Hypothese war, dass in Roteichen weniger dieser Raupenfliegen leben als in einem direkt benachbarten Stieleichenbestand. Dazu wurden die Raupen im Labor gehalten und die Anzahl schlüpfender Parasitoide ermittelt.