Katharina Selimi
Die Blütenbesucher von Echium vulgare am Kaiserstuhl - Beispiel für eine kritische Betrachtung bestehender Gildenkonzepte und zur Frage möglicher Toxizität von Pollen.Überall in der Natur, ob an Land oder im Wasser, leben Arten auf die eine oder andere Weise zusammen. Durch die Ausbildung von komplexen Wechselbeziehungen zwischen den einzelnen Populationen wird eine solche Lebensgemeinschaft (Biozönose) zu mehr als der Summe ihrer Bestandteile. Sie wird zu einer eigenen Funktionseinheit.
Wie setzt sich eine solche Funktionseinheit zusammen? Welche Konzepte existieren, die eine Betrachtung solcher Untereinheiten erlauben? Wie werden sie angewendet? Auf welchen methodischen Grundsätzen basieren sie und welche sind geeignet? Auf welche Art und Weise kann eine Blütengilde von E. vulgare untersuchen werden und welche Funktion nehmen ihre Mitglieder innerhalb des Ökosystems ein?
Die Ausweisung von Gilden kann nach verschiedenen Kriterien erfolgen:
- das tages- und jahreszeitliche Auftreten der Arten;
- Pollen- oder Nektarsammelaktivitäten;
- den Einfluss des Biotops und des Wetters;
- die Identifikation von Generalisten und Spezialisten;
- die Bedeutung der unterstellten Ressource für die Ausweisung von Gilden;·
- den zeitlichen Aspekt in Gildenkonzepten;
Blütenökologische Studien erfolgten hinsichtlich
- unterschiedlicher Auswahlkriterien für einzelne Blüten und in wie weit andere, sich in der Nachbarschaft befindliche Pflanzen, in die Auswahl mit einbezogen werden;
- der Art und Weise, wie eine Blüte zum Erwerb des Nektars oder des Pollens beflogen wird;
- der Nistaktivität der Wildbiene O. adunca