Ulrich Strobel (2004)
Vergällung von Kunstfutter als Methode zum Testen von Einflüssen sekundärer Pflanzenstoffe auf die Performance von Creatonotos transiens (Lepidoptera, Arctiidae)In dieser Arbeit wurden Methodenentwicklung und inhaltliche Arbeit verbunden: semi-künstliches Futter für Schmetterlingsraupen ist sekundärstoff-chemisch neutral, es kann aber durch Zugabe von Sekundärstoffen verändert werden (Vergällung). Wird nun derart manipuliertes Futter den Raupen gegeben, so sollte sich deren Individualentwicklung (Performance) verändern - beispielsweise könnten die Tiere eine veränderte Entwicklungsdauer aufweisen, mehr oder weniger Gewichtszunahme zeigen, sich in der Nahrungsaufnahme unterscheiden usw.
Der Kandidat konnte zeigen, dass unterschiedliche Typen von Sekundärstoffen unterschiedliche Effekte zeigen, dass diese dosisabhängig sind und dass diese Effekte mit der entwickelten Methode bei den Raupen auch messbar sind. Dabei musste z.B. offen bleiben, welche Effekte Einbußen bei der Raupenentwicklung auf Adulte haben.